René Wohlhauser

24.03.1954

Geboren in Zürich und in Brienz aufgewachsen, ist René Wohlhauser ein sehr vielseitiger Musiker mit einem stilistisch breiten Spektrum, der in verschiedenen Sparten ein sehr umfangreiches kompositorisches Werk geschaffen hat, das inzwischen über 1000 Werknummern umfaßt. Langjährige Erfahrungen als Rock- und Jazzmusiker, als Improvisator und als Liedbegleiter, sowie als Verfasser von Hörspielmusik beglei(te)ten seine hauptsächliche Tätigkeit als Komponist zeitgenössischer Musik.
1975-79 Konservatorium (Musikhochschule) Basel: Kontrapunkt, Harmonielehre, Analyse, Partiturspiel, Instrumentation und Komposition bei Thomas Kessler, Robert Suter, Jacques Wildberger und Jürg Wyttenbach. Dazu weitere Studien in Elektronischer Musik (bei David Johnson), Filmmusik (bei Bruno Spörri), Außereuropäischer Musik (bei Danker Shaaremann), Gesang (bei David Wohnlich), Algorithmisches Programmieren (bei Hanspeter Kyburz), Improvisation (bei Ruedi Lutz), Klavier (bei Stéphane Reymond), Max/MSP (bei Volker Böhm) und Dirigieren (bei Thüring Bräm), sowie in Philosophie (bei Hans Saner). Lehrdiplom als Musiktheorielehrer. Anschließend Kompositionskurse bei Kazimierz Serocki, Mauricio Kagel, Herbert Brün und Heinz Holliger; eingehende Kompositionsstudien bei Klaus Huber und bei Brian Ferneyhough.
1978 Kompositionspreis Valentino Bucchi, Rom, für "Souvenirs de l'Occitanie" für Klarinette.
1981 Kompositionspreis des Verbandes Deutscher Musikschulen, Bonn, für "Stilstu­dien" für Klavier, 4 Gitarren und 2 Schlagzeuger.
1983 Kompositionspreis VJMZ, Zürich.
1984 Kompositionspreis von Stadt und Kanton Fribourg für "Fragmente für Orchester".
1987 Kompositionspreis des Domkapitels Salzburg für das "Orgelstück".
1988 Kranichsteiner Stipendienpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt für "Adagio assai" für Streichquartett (UA durch das Arditti-Quartett).
1990 Kompositionspreis der Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, St. Gallen: 1. Preis für das "Klarinettentrio Metamusik".
1991 Kulturförderpreis des Kantons Luzern.
1992 Anerkennungspreis der Schweizer Gesellschaft für musikpädagogische Forschung, Zürich, für den mehrfach publizierten Aufsatz "Von einfachen graphischen Notationen und Verbalpartituren zum Denken in Musik".
1996 Auswahlpreis "Selection" von Swiss Radio International für die Porträt-CD "in statu mutandi".
1998 Kulturförderpreis des Kantons Basel-Landschaft.
Komponiert u.a. Solo-, Kammer- und Orchestermusik, Orgelwerke, sowie Musiktheater.
Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland, so u.a. im Schauspielhaus Berlin, Nôtre-Dame-de-Paris, Concertgebouw Amsterdam, Tokyo, Rom, Toronto, New Castle, Aserbaidschan, Skandinavien, Basel, Zürich, Frankfurt, Speyrer Dom, Glinka-Saal St. Petersburg, Herkules-Saal der Residenz in München, sowie öfters an Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, den Tagen für Neue Musik Zürich, den internationalen Festivals in Odessa, Sofia, Cardiff, Brisbane und dem Schweizerischen Tonkünstlerfest. Etliche Porträtkonzerte.
Zusammenarbeit u.a. mit: Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Basler Sinfonieorchester, Luzerner Sinfonieorchester, Bieler Sinfonieorchester, Sinfonietta Basel, Klangforum Wien, Klarinettenensemble des Ensemble Modern, Ensemble Köln, Arditti-Quartett, Modigliani-Quartett, Schweizer Klarinettentrio, sowie mit namhaften andern Ensembles und Solisten der internationalen Musikszene.
Gastdozent für Komposition an den Int. Ferienkursen Darmstadt (1988-94), am Festival in Odessa (1996-98) und am int. Komponisten-Atelier in Lugano (2000).
Umfangreiche Vortragstätigkeit vor allem über eigene Werke, auch in Rundfunksendungen.
Publikationen über kompositorische, ästhetische und philosophische Aspekte der Neuen Musik u.a. in: "MusikTexte" Köln, "Neue Zürcher Zeitung", "Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik", "New Music and Aesthetics in the 21st Century".
Kompositionsaufträge aus dem In- und Ausland. Werkproduktionen durch in- und ausländische Rundfunkanstalten, sowie Porträtsendungen und Gastvorträge beim Radio.
Portrait-CDs, Lexikon-Einträge und Artikel von verschiedenen Musikwissenschaftlern dokumentieren seine Arbeit.
Kulturpolitisches Engagement (Komponistenforum Basel, Schweizerisches Komponisten-Kollegium, weltweites Partiturenvertriebssystem "Adesso").
Unterrichtet seit 1979 Komposition, Musiktheorie und Improvisation an der Musikakademie Basel (und von 1979 bis 1991 an der Akademie Luzern). Lebt als freischaffender Komponist in Basel.

René Wohlhauser
Schillerstr. 5
CH-4053 Basel
Fon: +41 (0)61 361 04 37
E-mail: wohlhauser@sunrise.ch


Samples:


Werke


Lemuria (1977)
17'
Ergon 1
für 2 Flöten und Zuspielband
Bestellnr: 5837, sFr. 49.00, € 38.00
Geheimnisvolle Aussagen des Traumdeuters Cayce über den im Pazifik versunkenen Kontinent "Lemuria", über den Platon berichtet haben soll, in Klangbilder gesetzt.

Nesut (1977)
8'
Ergon 2
für Klavier solo
Bestellnr: 5838, sFr. 42.00, € 32.00
"Nesut" ist die Transliteration einer Hieroglyphe, die als Symbol für Macht und Unterdrückung steht; ein Relikt aus dem Studium der mittelägyptischen Sprache.

cemaltorz (1977)
11'
Ergon 3
für Sopran und Klavier
Bestellnr: 5839, sFr. 42.00, € 32.00
Verbindung des Montageprinzips mit extremen ausdrucksmäßigen Kontrasten, in Relation gesetzt zu einer in linguistische Partikel zerlegten, imaginär-artifiziellen Sprache. In memoriam Camilo Torres.

Souvenirs de l'Occitanie (1977/78)
9'
Ergon 4
für Klarinette solo
Bestellnr: 5801, sFr. 23.00, € 18.00
Ein musikalisches Aufspüren kafkaesker und surrealistischer Ausdrucksmomente, die im Titel auf den Ort der ersten Inspiration zu dieser Musik verweisen.

Fragmente (1979)
10'
Ergon 6
für Orchester (3 (anche 1.,2.,3. Fl. picc), 2 (2. anche C. ingl.), 3 (3. anche Cl.b.), 2- 2,2,2,0- Perc(3), Pfte, Arpa- 12,12,8,8,4)
Bestellnr: 5840, sFr. 55.00, € 42.00
Elf ausgearbeitete kompositorische Ideen im Bereich verschiedener Klangflächen und Tonfeld-Kombinationen im Spannungsfeld zwischen Statik und Dynamik; atmosphärisch inspiriert durch ein Aufrollen des Ariadne-Fadens vom Höhlengleichnis (Platon), über das imaginäre Land Uqbar (Borges) bis zur "schwarzen Milch der Frühe" (Celan).

Klavierquartett (1979-84 (rev. 1987))
9'
Ergon 9
in traditioneller Besetzung: V, Va, Vc, Klav
Bestellnr: 5802, sFr. 23.00, € 18.00
Ein Ausloten formaler und inhaltlicher Grenzsituationen, um im Auskomponieren der Tiefendimension weiter vorzustossen, was zu einer gedrängten Dauer der Musik, zu einer Art "Texturpolyphonie" führt.

Adagio assai (1982/88)
4'
Ergon 16
für Streichquartett
Bestellnr: 5808, sFr. 23.00, € 18.00
In hüllkurvenmässiger Gestaltung aller Phrasen und der sie konstituierenden Bestandteile im mikroparametrischen Bereich das Erarbeiten einer musikalischen Grammatik, die in analoger Gestaltung von Mikroharmonik und Mikrorhythmik in bezug zu den anderen Parametern basiert; gleichsam entlang der Aussage von Walter Benjamin, wonach er "das Vermögen der Phantasie" als "die Gabe, im unendlich Kleinen zu interpolieren" definiert.
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Schlagzeugtrio (1984/85)
9'
Ergon 10
für 3 SchlagzeugerInnen
Bestellnr: 5803, sFr. 60.00, € 46.00
Polyphone Zeitebenen, die sich im Spannungsfeld zwischen Determination und Indetermination gegeneinander verschieben, als vieldimensional vernetztes Rhizom-Labyrinth ohne Zentrum und Peripherie, ohne Ausgang und deshalb potenziell unendlich (nach Gilles Deleuze).

CI - IC (1985)
2'
Ergon 11
für Flöte und Viola
Bestellnr: 5804, sFr. 13.00, € 10.00
Eine Miniatur mit zeitlich extrem gedrängter, konzentrierter struktureller Komplexität, gedacht als Metapher für die Furie des Verschwindens kurzer und intensiver Hörerlebnisse.
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Duometrie (1985/86)
5'
Ergon 12
für Flöte und Bassklarinette
Bestellnr: 5805, sFr. 23.00, € 18.00
Äussere Zeitebenen (wie die von Stephen Hawking bezeichnete, zur linearen Zeit zusätzlich senkrecht stehende imaginäre Zeitrichtung, damit in der daraus entstehenden geschlossenen Fläche ohne Anfang und Ende alle Gegensätze gleichzeitig denkbar sind) stehen im Verhältnis zur stückimmanenten, komplexen dramaturgischen Zeitorganisation, die sich u.a. darin äussert, dass für beide Spieler die Zeit nicht synchron abläuft, da sie sehr oft verschiedene Tempi gleichzeitig gegeneinander zu spielen haben; als Ausdruck unvereinbarer Widersprüche, sogenannter Antinomien, im Sinne von Kants "Transzendentaler Dialektik".
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Orgelstück (1986)
8'
Ergon 13
für Orgel solo
Bestellnr: 5806, sFr. 52.00, € 40.00
Ein rhapsodisches Kreisen um das Ausgangsmaterial zieht seinerseits immer grössere Kreise, so dass nach und nach auch das Tempo ins Schlingern gerät, was am Ende zum bewegungsmässigen Stillstand, zum Tempo Null führt, einer interessanten Grösse, die der Mathematiker Leonhard Euler in seiner "Algebra" (in Konstellation mit anderen Grössen) als Symbol für Unendlichkeit definiert hat.

Klarinettentrio Metamusik (1986/87)
11'
Ergon 15
für drei Klarinetten
Bestellnr: 5807, sFr. 23.00, € 18.00
Ein Versuch, die Aspektvielfalt, wie eine Sache von verschiedenen Standpunkten aus gesehen werden kann - so wie dies Ludwig Wittgenstein in seinen "Philosophischen Untersuchungen" über die Aspekte des Sehens beschreibt - auf musikalische Gegebenheiten zu übertragen.
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Atemlinie (1988)
8'
Ergon 17
für Horn solo (und Tamtam)
Bestellnr: 5809, sFr. 23.00, € 18.00
Thematisierung und Gestaltung des musikalischen Atmens in hohem Differenzierungsgrad der klanglichen Mischmöglichkeiten. Feinste Nuancen zwischen Cölinblau und Manganblau, zwischen Kadmiumrot und Permanentrot, eingebettet in eine Grammatik der Intensitäten, der Opazitäten und der Pigmentierungen eines klingenden Farbenalphabets lagen dem Stück als Vorstellung zugrunde. Verschieden lange Mikro-Atemlinien werden mittels künstlich verlängertem Atem zu einer Makro-Atemlinie verbunden.
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Lumière(s) (1989)
8'
Ergon 18
für Orgel
Bestellnr: 5810, sFr. 36.00, € 28.00
"Musikalische Lichterscheinungen", Aspekte des Lichteinfalls, der Lichtbrechung, der Lichtdurchlässigkeit und Lichtundurchlässigkeit, "Helligkeitsmodulationen" auf dem Hintergrund einer angestrebten sogenannten "Lichttranszendenz". Inspiriert durch Bilder von Claude Monet.

in statu mutandi (1991/93)
8'
Ergon 19
für Orchester (A-Fl,B-Fl,Ob,Engl-Hn,B-Klar,KB-Klar,Fag,Co-Fag- 3,2,2,1- Schlgz(2)- 8,6,4,4,2)
Bestellnr: 5811, sFr. 39.00, € 30.00
Fast im Geiste der schnell sich entwickelnden Theorie komplexer physikalischer Zustände, eine widerspenstige Dialektik zwischen Chaos und Ordnung mit Grenzerfahrungen der Wahrnehmung im Übergang zwischen Stille, Geräusch und unstabil sich entwickelnden mikrotonalen Bereichen.
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vocis imago (1993/95)
19'
Ergon 20
für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Violoncello
Bestellnr: 5812, sFr. 47.00, € 36.00
Konzeption eines dialektischen Spannungsverhältnisses zwischen inhaltlich narrativen und formal architektonisch gebauten Teilen (inspiriert durch literarische Erzählformen), eingebunden in ein System von Tempo-Modulationen.

Gedankenflucht (1995)
11'
Ergon 22
für Violoncello und Klavier
Bestellnr: 5813, sFr. 23.00, € 18.00
Gedankenflucht ist ein Terminus der Psychiatrie und bedeutet: Irres, neurotisches Treibenlassen der Gedanken. Das Verfahren der verlangsamten intuitiven Improvisation als Kompositionsprozess unter Absage an jegliche planende Konstruktion (in Analogie zur Krise der analytischen Rationalität) sollte dazu führen, dass die formalen Orientierungskategorien ins Fliessende entschwinden und neuen Hörerlebnisformen Platz machen.
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Quantenströmung (1996)
10'
Ergon 23
für Flöte, Viola und Harfe (Harfentrio)
Bestellnr: 5814, sFr. 23.00, € 18.00
"Quantenströmung" bezeichnet nach Gilles Deleuze den Uebergang von einem Energiezustand in einen andern. Wobei mich von den verschiedenen Energieformen in diesem Stück vorallem die potentielle und die kinetische Energie interessierten: Aus welcher Lagebeschaffenheit und Lagebefindlichkeit bzw. Energiedichte und Energietransformationsfähigkeit lädt sich ein Energiepotential auf, das einen Prozess in Gang zu setzen vermag?

Quantenströmung (1996/97)
10'
Ergon 23b
für Flöte, Cello und Klavier
Bestellnr: 5815, sFr. 57.00, € 44.00
"Quantenströmung" bezeichnet nach Gilles Deleuze den Uebergang von einem Energiezustand in einen andern. Wobei mich von den verschiedenen Energieformen in diesem Stück vorallem die potentielle und die kinetische Energie interessierten: Aus welcher Lagebeschaffenheit und Lagebefindlichkeit bzw. Energiedichte und Energietransformationsfähigkeit lädt sich ein Energiepotential auf, das einen Prozess in Gang zu setzen vermag?
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Entropia (1997/98)
11'
Ergon 24
für Violoncello solo
Bestellnr: 5816, sFr. 23.00, € 18.00
"Entropie" (ital. entropia) ist die Bezeichnung für das Mass zunehmender Unordnung in einem geschlossenen System. Die Entropie nimmt bei allen natürlich ablaufenden Prozessen zu. Kompositorisch faszinierend ist der eigendynamische Prozess der Auflösung einer strengen Ordnung in zunehmende "Unordnung", die aber sofort neue Gesetzmässigkeiten der kontextuellen Wirkungsweisen konstituiert. Dadurch wird der Komponist zum Beobachter des materialinhärenten Richtungswillens aufgestauter Energien.
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carpe diem in beschleunigter Zeit (1998/99)
11'
Ergon 25
für Streichquartett
Bestellnr: 5817, sFr. 65.00, € 50.00
Dieses für das Arditti-Quartett geschriebene und von ihm am Europäischen Musikmonat 2001 uraufgeführte Werk konfrontiert den Sinnspruch des Horaz mit dem heutigen Lebensgefühl und reflektiert verschiedene Formen von musikalischer Akzeleration bis hin zum Stillstand
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Die Auflösung der Zeit im Raum (2000/01)
14'
Ergon 26
für Saxophon, Schlagzeug und Klavier
Bestellnr: 5818, sFr. 49.00, € 38.00
Dieses vom Ensemble Oggimusica an der Expo 2002 uraufgeführte Werk arbeitet mit verschiedenen Konzepten der Zeit-Raum-Relation und versucht, die Tiefendimension des Klangraumes auszuloten, der sich nur in der Zeit zu entfalten vermag, wo also Raum und Zeit zusammenkommen und ineinander verschmelzen.
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Die Auflösung der Zeit in Raum (2000-2001/11)
15'
Ergon 26f, Musikwerknummer 1607
für Klarinette (Baßklarinette), Violoncello und Klavier
Bestellnr: 5829, sFr. 57.00, € 44.00
Ein Stück über die Verflüchtigung der Zeiterfahrung in der Unendlichkeit des Raums.

Manía (2001/02)
10'
Ergon 28
für Klavier
Bestellnr: 5819, sFr. 52.00, € 40.00
In diesem Stück geht es um die obsessive Besessenheit, mit der so lange, unnachgiebig und radikal an der Prägnanz des künstlerischen Ausdrucks gemeisselt werden soll, bis dieser in einer völlig verwandelten, transzendierten Gestalt aufscheint.

Musik für Flöte (2002)
6'
Ergon 29
Bestellnr: 5820, sFr. 31.00, € 24.00
Ein auf wenige Elemente reduziertes Material soll allmählich dergestalt entwickelt werden, dass durch eine stetige virtuose, immer weiter ausholende Bewegung die Illusion einer Ausweitung des Grenzbereichs des Instrumentes entsteht.
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Gantenbein, Musiktheater (2002-2004)
60'
Ergon 30
für 4 Solisten und Orchester (Sopran, Mezzosopran, Tenor, Bariton; Fl., Ob., 2 Cl. contrabassi (anche Cl. e Cl.bassi), Fg.; Cor., Tr., 2 Tn., Tba; 2 Perc.; 8 Vl. I, 6 Vl. II, 4 Vle., 4 Vc, 2 Cb.)
Bestellnr: 5830, sFr. 114.00, € 88.00
Libretto vom Komponisten. Die am Stadttheater Luzern in Zusammenarbeit mit den Weltmusiktagen 2004 uraufgeführte Oper nach dem gleichnamigen Buch von Max Frisch behandelt die Beziehung zwischen ihm und Ingeborg Bachmann. Die Problematisierung der Identitätsbildung wird durch algorithmische Verfahren gespiegelt, die aber kritisch hinterfragt und subjektiv gebrochen werden.
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Rachearie aus der Oper "Gantenbein" (2004)
2'
Ergon 30/II
eingerichtet für Sopran und Klavier
Bestellnr: 5821, sFr. 31.00, € 24.00
Nach dem Roman "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch. Das Thema der Oper "Gantenbein", die im November 2004 am Luzerner Theater von vier Gesangssolisten und dem Luzerner Sinfonieorchester uraufgeführt worden ist, ist die Beziehung zwischen Max Frisch und Ingeborg Bachmann. In der Rachearie setzt sie sich gegen seine aus Eifersucht gemachten Anschuldigungen und Verdächtigungen zur Wehr.
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mira schinak (2006)
12'
Ergon 33
für Sopran, Flöte und Klavier
Bestellnr: 5822, sFr. 47.00, € 36.00
Momentformen, kontrastvolle Strukturen und Charaktere zwischen Komplexität und Einfachheit, kombiniert mit einer besonderen Art von Lyrismus führen zu Veränderungen des Wahrnehmungstempos. Parallel zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Wahrnehmung erfolgte die Entwicklung einer Grammatik der konstruktiven Folgerichtigkeit, die den eingeschlagenen Weg als schlüssig erscheinen lassen soll.

mikka resna (2006)
5'
Ergon 34
für Tenor und Gitarre
Bestellnr: 5823, sFr. 31.00, € 24.00
Die eigenen lautpoetischen Texte werden durch übertriebene Gestik der Musik semantisch aufgeladen und geraten dadurch zur Farce.

Studie über Zustände und Zeitprozesse (2007)
11'
Ergon 35
für Flöte und Klavier
Bestellnr: 5824, sFr. 34.00, € 26.00
Äußerste Radikalität in der Arbeit mit genau abgemessenen Zeitstrukturen im Verhältnis zu reduziertem, aber obsessiv eingesetztem Material.

'Srang (2007)
10'
Ergon 36
für Sopran, Flöte, Klarinette und Violoncello
Bestellnr: 5825, sFr. 31.00, € 24.00
Auf einen eigenen lautpoetischen Text. Die Entwicklung einer Ästhetik der Bruchstücke als Metapher für bruchstückhafte Wahrnehmung.
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Streichtrio (2007)
10'
Ergon 37
Bestellnr: 5826, sFr. 29.00, € 22.00
Eine dialektische Auseinandersetzung zwischen angedeuteten formalen Prozessen und einer Ästhetik der Kontraste und Gegensätze, und der Versuch, aus dieser Konfrontation eine neue Grammatik der musikalischen Gestaltung zu entwickeln.

Ly-Gue-Tin (2008)
10'
Ergon 38
für Stimme(n) und Klavier
Bestellnr: 5827, sFr. 49.00, € 38.00
Auf einen eigenen lautpoetischen Text. Ein Dialog zwischen kontrastierenden Bruchstücken als klingende Werkmonographie zur Einweihung der Lebenstafeln von Jean Tinguely in Basel am 22. Mai 2008.

Sokrak (2008)
10'
Ergon 39
für Sopran, Flöte, Klarinette, Violoncello und Klavier
Bestellnr: 5828, sFr. 55.00, € 42.00
Auf einen eigenen lautpoetischen Text. Klangverwandlungen von instrumental Geräuschhaftem zu Tonreibungen über virtuos Schwirrendes zu Geräuschhaftem.
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Iguur - Blay - Luup (2009)
16'
Ergon 40
für Sopran solo, Sopran-Bariton-Duo und Sopran mit kleinem Ensemble (Baßflöte, Baßklarinette und Violoncello)
Bestellnr: 5836, sFr. 62.00, € 48.00
Auf eigene lautpoetische Texte. In der Emblematik der fiktiven Sprache Sulawedisch bedeutet "Iguur" eine Metapher, die in "Blay" durch eine unerwartet hervorgerufene Resonanz verrätselt wird, um in "Luup" in veränderter, sozusagen geläuterter Gestalt und in anderem Kontext wiederaufzuerstehen.
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Charyptin (2010)
13'
Ergon 42
für Sopran, Bariton, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello
Bestellnr: 5831, sFr. 65.00, € 50.00
Text: René Wohlhauser Auf eigene lautpoetische Texte. In diesem Stück geht es um Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Interaktion, der Vermischung und des Rollentauschs zwischen vokalen und instrumentalen Klängen.
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Charyptin-Fragmente (2010)
5'
Ergon 42/Iia
für zwei Stimmen: vorzugsweise Sopran und Bariton, oder Sopran und Alt, oder Tenor und Bariton
Bestellnr: 5832, sFr. 36.00, € 28.00
Auf eigene lautpoetische Texte. In diesem Stück geht es um das Ausloten der verschiedenen Zwischenbereiche zwischen Geflüstertem, Gesprochenem und Gesungenem. Fassungen für hohen oder tiefen Bariton (Alt).

Marakra Code Ø (2011)
2'
Ergon 44/IV, Musikwerknummer 1606
für Bariton solo
Bestellnr: 5833, sFr. 34.00, € 26.00
Auf eigene lautpoetische Texte. In quasi theatralischem Gestus der Figuren und Ausdrucksmomente formt die Solostimme lautpoetische Sprachresten zu einem bewegten Diskurs und suggeriert damit einen mehrdeutigen Subtext.

Marakra Code 1 (2011)
7'
Ergon 44/1, Musikwerknummer 1603
für Sopran, Bariton und Klavier, mit Perkussion
Bestellnr: 5834, sFr. 47.00, € 36.00
Text: René Wohlhauser Zwei Stimmen, die ihren Vortrag durch dezenten Perkussionseinsatz nuancieren, im Dialog mit sparsam ausbrechenden Klavierfragmenten, wandeln durch die unterschiedlichsten Ausdrucksbereiche.

Marakra Code 2 (2011)
15'
Ergon 44/II, Musikwerknummer 1604
für Sopran, Bariton, Flöte, Klarinette, Violoncello und Klavier, mit Perkussion
Bestellnr: 5835, sFr. 60.00, € 46.00
Text: René Wohlhauser Nach einem doppelten Wendepunkt (in Takt 110) erscheinen die lautpoetischen Silbenfolgen des Anfangs in halbsemantische Textfragmente verwandelt, während umgekehrt die Spielweise der Instrumentalisten sich von der quasi traditionellen Spieltechnik abwendet und alles nur noch fragmentiert und geräuschhaft erklingt.

Naschra (2013)
10'
Ergon 47, Musikwerknummer 1652
für 1/16tel-Ton-Klavier
Bestellnr: 5841, sFr. 62.00, € 48.00
Die Beschränkung des Umfangs auf eine Oktave und die extreme Ausdifferenzierung der Intervalle innerhalb dieser Oktave sind charakteristisch für diese Komposition, geschrieben für ein Sechzehnteltonklavier, und führen zu einer anderen musikalischen Wahrnehmung.

Mikosch … lost in the Ultra Deep Field (2013)
10'
Ergon 46, Musikwerknummer 1646
für Klavier
Bestellnr: 5842, sFr. 55.00, € 42.00
Die Musik versucht dem Verhältnis des menschlichen Bewußtseins zum Universum nachzuspüren. Sie versucht, einen sehr tiefen Blick ins Universum zu werfen mit seiner nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten organisierten Materie und Energie.

Mera gor nit (2013)
8'
Ergon 48, Musikwerknummer 1657
für Sopran und Bariton
Bestellnr: 5843, sFr. 42.00, € 32.00
Auf eigene lautpoetische Texte. Wenn jeder Text zu profan wirkt, um in Musik gesetzt zu werden, bleibt nur noch die völlige Absenz des Textes. Die völlige Absenz eines semantischen Textes führt zu einer reinen Vokalmusik.


Tonträger


René Wohlhauser
René Wohlhauser:
carpe diem in beschleunigter Zeit
(Arditti Quartet)
Entropía
(Frank Cox)
Gedankenflucht
(Martin Jaggi und Anton Kernjak)
Die Auflösung der Zeit in Raum
(Trio Accanto)
Musik für Flöte
(Tabea Resin)
Quantenströmung
(Sabeth Trio Basel)
Rachearie
(Christine Simolka und René Wohlhauser)


Musiques Suisses Grammont Porträt
SME/EMS Bestellnummer: 212
Preis CHF: 30.-    Preis EUR: 24.-

Luzerner Sinfonieorchester live im Konzertsaal des Schauspielhauses Berlin
Alban Berg: Lyrische Suite
René Wohlhauser: in statu mutandi
Ernst H. Flammer: Durch die Edre geht ein Riss gegen dasFranz Schubert: Sinfonie Nr. 7, h-moll "Unvollendete"


Magnon PN 2620
SME/EMS Bestellnummer: 130
Preis CHF: 15.-    Preis EUR: 12.-

René Wohlhauser: Werkauswahl
René Wohlhauser:
CI-IC
(Racine; Clemann)
Duometrie
(Racine; Molinari)
Orgelstück
(Kaiser)
Klarinettentrio Metamusik
(Schweizer Klarinettentrio)
Drei Stücke für Klavier
(Cholette)
Adagio assai
(Arditti Quartet)
Atemlinie
(Jakob Hefti)
Lumière(s)
(Verkade)
Souvenirs de l'Occitanie
(Molinari)
Schlagzeugtrio
(Basler Schlagzeugtrio)
in statu mutandi
(Sinfonieorchester Luzern; Henzold)


Creative Works Records CW 1026
SME/EMS Bestellnummer: 129
Preis CHF: 30.-    Preis EUR: 24.-


Tonträger:
CD Lehrmittelverlag Basel DDD 1993: Wer den Gesang nicht kennt
CD Ars Musici AM 1086-2: Drei Stücke für Klavier
CD Lehrmittelverlag Basel DDD 1998: Wer den Gesang nicht kennt, Eile oder weile (Metamorphose), Duometrie

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